Handy online

Internet ist inzwischen auf vielen Geräten verfügbar: Handy, MP3-Player, tragbare Spielekonsolen. Die meisten Mobiltelefone haben bereits Internetzugang. Web-2.0-Angebote stehen mittlerweile in angepassten Handyversionen zur Verfügung, so z. B. auch SchülerVZ. Das bedeutet attraktive neue Spiel-, Kommunikations- und Anwendungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche. Diese Entwicklung birgt aber auch alle Risiken wie der normale Internetzugang. Und für Eltern wird die Kontrolle schwieriger.

Internet-Handy nicht zu früh!

Jüngere Kinder im Vorschul- bzw. Grundschulalter sollten nicht per Handy das Internet nutzen können. Sonst besteht die Gefahr, dass es hohe Kosten verursacht oder mit Gewalt-, bzw. Sexbildern in Kontakt kommt.

Es gibt spezielle Kinderhandys, bei denen Abo-Dienste, Sonderrufnummern und Internet-Zugang gesperrt sind. Ein Download oder Aufrufen ungeeigneter Inhalte ist somit nicht möglich. Eltern können die Kosten begrenzen, Anruf-Nummern festlegen und eine Ortungsfunktion nutzen, deren Nutzen nicht unumstritten ist. Je nach Anbieter können dem Kind über eine Schnittstelle mit Passwortschutz z. B. Hörbücher und Musik aufgespielt werden.

Ältere Kinder werden mit solchen eingeschränkten Handys nicht mehr zufrieden sein. Dann ist es wichtig, Absprachen zu treffen und die Einhaltung auch gelegentlich zu überprüfen.

Klingeltöne und Logos in Grenzen

Kinder gestalten ihre Handys gerne individuell und als Spielgerät. Sprechen Sie mit dem Kind ab, was und für wie viel Geld es sich im Internet Klingeltöne und Logos kaufen darf.

Die Abwicklung ist leicht: Das Kind tippt seine Handynummer in ein entsprechendes Fenster und erhält sofort eine Passwort-SMS zurück, mit dem es die weiteren Schritte im Internet tätigt. Der Preis wird direkt vom Handy abgebucht. Schwieriger ist für das Kind, die Kosten richtig zu erkennen: ob zusätzliche Kosten für den Download anfallen, ob man nur einen Klingelton kauft oder damit gleich ein Abonnement bestellt wird.

Eine kostenlose Alternative sind selbst gemachte Klingeltöne und Logos auf netzcheckers.de, handysektor.de, audiyou.de und ringtonemaker.org.

Stopp für ungeeignete Spiele und Videos auf dem Handy

Bei den meisten Mobilfunkanbietern lässt sich der Internetzugang des Handys sperren, damit keine Web- oder WAP-Seiten aufgerufen werden können. So vermeiden Sie, dass ihr Kind auf große Portale zugreifen kann. Häufig können Kriegs-und Actionspiele dort nämlich ohne Altersbeschränkung abgerufen werden, bzw. Erotik-Kategorien zeigen in Vorschauen Sexbilder. Eine wichtige Regel ist auch, dass das Kind nicht per Bluetooth Gewalt- oder Sexspiele bzw. –videos übernimmt und weitergibt. Die Bluetooth-Funktion kann gesperrt werden oder sollte immer abgeschaltet sein.

Schutz vor Handy-Belästigungen

Das Kind sollte nirgendwo im Internet die Handynummer angeben. Sonst muss es damit rechnen, in einem Werbeverteiler zu landen. Die Folge können Spam-SMS und Lockanrufe z. B. von teuren 0137-Nummern auf das Handy des Kindes sein. Sie wollen zum Rückruf bewegen oder führen zu teuren „Flirt“-Chats im Internet.

Ebenso darf die Handynummer nicht in Chats und Communitys veröffentlicht werden. Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind, dass es sich streng an diese Regel hält und immer Bescheid sagt, falls seine Handynummer abgefordert wird.

Mehr Infos zum sicheren Handy

Die einheitliche Hotline der Mobilfunkunternehmen für Fragen rund um den Jugendschutz auf Handys ist aus allen Netzen kostenlos unter 22 9 88 zu erreichen (8 bis 20 Uhr).

Die Website Jugend-und-Handy.de informiert über Funktionen, Risiken und Schutzmaßnahmen (Kooperationsprojekt der Mobilfunkanbieter, der Landesstelle Kinder und Jugendschutz Sachsen-Anhalt und dem EU-Projekt Klicksafe).

Die Broschüre "Handy ohne Risiko? Mit Sicherheit mobil" erläutert Risiken bei den erweiterten Funktionen der neuen Handy-Generation und gibt Tipps, wie Eltern ihre Kinder altersgerecht schützen und welche Schutzangebote von Mobilfunkanbietern sie dabei nutzen können (jugendschutz.net im Auftrag des Bundesfamilienministeriums).

Handysektor.de mit aktuellen Informationen zu überteuerten Handykosten finden Sie unter Kinderkampagne.de und Computerbetrug.de.

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