Communitys sicher nutzen

Kinder und Jugendliche werden manchmal im Internet verspottet, bloßgestellt oder auch bedroht. Dies geschieht z. B. über das Einstellen oder Kommentieren von Fotos oder über das Verbreiten falscher Informationen und Beleidigungen. 17 Prozent der Kinder mit Chat-Erfahrung geben an, dass sie im Chat schon auf unangenehme Leute gestoßen sind (KIM-Studie 2008). Diese Zahlen dürften stark gestiegen sein, da laut KIM 2010 inzwischen 43 Prozent aller Kinder zwischen 6 und 13 Jahren Soziale Netzwerke mit Chats und Communitys nutzen (2008: 16 Prozent).

Solche Vorkommnisse werden meist als belastend empfunden. Trotzdem reden Kinder und Jugendliche häufig nicht mit den Eltern über ihre negativen Erfahrungen. Weil sie sich schämen oder aus Angst, dann nicht mehr chatten zu dürfen.

Ermuntern Sie Ihr Kind, Sie bei Problemen zu holen. Sie können Anfeindungen unterbrechen. Achten Sie auch darauf, dass sich Ihr Kind nicht an Mobbing beteiligt.

Schutz vor gefährlichen Kontakten

Kinder und Jugendliche nutzen Communitys auch, um dort neue Leute kennenzulernen. Deshalb nehmen sie manchmal zu leichtfertig Freundschaftsanfragen von Fremden an. Darunter können auch Chatter sein, die nichts Gutes im Sinn haben: Sexuelle Übergriffe auf Minderjährige sind insbesondere in Erwachsenencommunitys leider an der Tagesordnung. Am gefährlichsten wird es, wenn Pädokriminelle das Internet nutzen, um gezielt minderjährige Opfer zu suchen und zu kontaktieren. Sie versuchen, online Freundschaft mit dem Kind zu schließen, um es zu einem Treffen zu überreden – unter Umstände mit dem Ziel eines realen sexuellen Missbrauchs. Diesen Vorgang nennt man Cyber-Grooming.

Helfen Sie Ihrem Kind, sich zu wehren

Vermitteln Sie Sicherheitsregeln!

Machen Sie Ihr Kind auf mögliche Probleme aufmerksam und bleiben Sie im Gespräch darüber mit Ihrem Kind. Sollte es tatsächlich zu Problemen kommen, dann notieren Sie Website, Datum/Uhrzeit und die Art des Vorfalls. Dazu können Sie einen Screenshot erstellen (> gleichzeitiges Drücken der „Alt+Druck“-Tasten > in Word einfügen mit „Strg + V“ > abspeichern). Melden Sie den Vorfall beim Anbieter der Plattform und erstatten Sie ggf. Anzeige gegen den/die Täter bei der Polizei. Zusätzlich können Sie sich an eine Beschwerdestelle wie die von jugendschutz.net wenden.

Kein Treffen mit Chat-Freunden!

Treffen mit Online-Bekanntschaften sollten für Kinder tabu sein. Achten Sie darauf, mit wem sich Ihr Kind online unterhält. Sollte sich tatsächlich eine Freundschaft entwickeln, ist ein Treffen nur mit Ihnen zusammen angeraten.

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  • Film zum Thema Chatten

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